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  • Eine Weihnachtsgeschichte....oder backen wir uns doch einfach Autos

    Jedes Jahr stellt man sich die Frage welches originelles Geschenk so manchen eine Freude machen würde. Nun das ich für den Begriff "Auto" bekannt bin ...bringt allerdings auch eine Erwartungshaltung mit sich (gut die Freundin will kein Auto haben...die freut sich auf andere Sachen).

    Also gut....dieses Jahr hab ich meine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt (und so manchen Gast schon überrascht)....also was liegt nahe dann auch noch zu Backen....kann ja nicht so schwer sein!?

    Beim Backen gehts ja auch um Teig und Teig lässt sich bekanntlicher Weise viel leichter in Form bringen als ein Blech. Der Teig der Wahl war auch schnell gewählt....nämlich der der Vanillekipferl. Das Rezept war auch schnell im Internet gefunden und heute war der Tag der Tage....nämlich Wochenende und da hat man ja meist ein wenig Zeit.

    Rezept war ziemlich einfach, was mich allerdings wunderte, das Zeug aus Mehl und Haselnüssen wird nicht durch Milch zusammengehalten wird sondern durch Butter und zwar viel Butter (das ist eine Warnung....das Zeug hat so viel Kalorien dass Eure Nachfahren Euch noch verfluchen werden). Naja....Zusammengehalten ist ein relatives Wort denn beim ersten Kneten dachte ich das wird nie ein Teig  sondern bleibt ein einzige Bröselmasse. Nach vielen Flüchen hab ich ihn dann doch in eine vertretbare Form gebracht.

    Nach einer Stunde ziehen in der Kälte durfte man ihn dann endlich verarbeiten. Nun....auch verarbeiten ist auch hier relativ denn ich hatte den Eindruck ich fange von vorne wieder an und eigentlich sollte ja jetzt alle Energie schon in die Autoproduktion gesteckt werden. Ich hatte übrigens ziemlich viel Teig gemacht denn ich wollte auch viel Autos haben.

    Wie so ein Auto so aussieht ist mir natürlich klar ....also für so was brauch ich doch keine Ausstechform....ist was für Anfänger und Vanillekipferl werden doch schließlich auch von Hand gemacht.

    Das funktioniert im Prinzip auch mit gut gemachten Teig ganz gut....z.B. ein Rundes Rad zu machen.....mit meinem NICHT. Jeder Versuch das Zeug in einem runden Kranz zu legen versagte und es sah aus als ob ich das Rad gerade neu erfinde....neben dem das der Teig derart bröselte. Die erste Reifenproduktion war nicht zu gebrauchen und ich war kurz davor mich für Schlitten anstatt Autos zu entscheiden.

    Nach 30 Rädern  hatte ich es raus ....nur waren die jetzt ziemlich groß und ich war noch gar nicht beim Aufbau. Nach einigen Versuchen ein Dach zu machen....hab ich kurzerhand beschlossen ich mach Cabrios (Dächer sind aber so was von überbewertet) ....da braucht man nur ein kleine Windschutzscheibe und das ist viel einfacher. Nach etwas 2 Stunden war ich mit einem Blech ...und Nerven am Ende.

    Die erste Ladung Autos gingen nun in den Herd und sollten nun 15 Minuten lt. Anweisung bei 175 Grad im Ofen ausharren. Nach 15 Minuten hab ich das Blech rausgenommen musste aber feststellen das die Teile irgendwie noch weich sind.....also wieder zurück in die Garage...äh Ofen. Nach weiteren 10 Minuten hab ich beschlossen sie müssen noch mal wieder rein usw. usw. . insgesamt waren sie über 40 Minuten drinnen (also eine Zeit in der man ein echtes Auto lackiert).

    Ich hab ja Vanillekipferl schon an Weihnachtsbäumen hängen sehen ....sie waren extrem fest (allerdings ungenießbar) und nach meinen 40 Minuten war ich ehrlich gesagt der Hoffnung das meine auch das sind (ok....wer will meine schon essen). Meine waren leider BRÖSELZEUG...und jedes Auto das versucht habe vorsichtig zu bergen brach vor meinen Augen in sich zusammen. Man kann sich das so vorstellen....du öffnest eine Garage die 100 Jahre nicht geöffnet wurde und als du sie aufmachst steht da ein wundervoller Oldtimer. Natürlich willst du das Auto bergen .....aber beim ersten Anfassen...fällt es wie Staub zusammen......echt deprimierend.

    Mein Versuch mit Schokoüberzug die restliche Autos noch zu retten (praktisch spachtelen und überlackieren ) brachte im Prinzip nur zusätzliche Sauerei in meiner Küche....denn der Schokoüberzug hielt zwar....aber beim anheben war das dann das einzige was noch auf der Gabel vorhanden war....der erst rieselte wie Sand darunter raus.

    Der Schluss der Geschichte ist.....kein Auto hat überlebt und das nach so viel Arbeit. Das Vanillekipferlpulver das ich erzeugt hatte schmeckte zwar nicht schlecht, aber es behielt einfach sein Form nicht und wäre nur in Tütenform verbreitbar.

    Nächstes Jahr gibts übrigens was vernünftiges....nämlich Backbleche (meine)....die kann man unters Auto legen und sie fangen das tropfende Öl des Engländer oder Franzosen auf....das ist Praktisch und macht viel weniger Arbeit!

  • Fahrt ihr noch ...oder chauffiert ihr schon?

    Wenn man sich gerade so Austattungslisten von moderne Autos ansieht dann wird einem wirklich alles abgenommen (und das macht einem echt angst) 

    Fahrzeuge können heute schon automatisch bremsen, sie können von alleine einparken, ganz neue können sogar bis 40 kmh von alleine fahren, sie erkennen Schilder und warnen einen wenn man zu schnell ist, sehen ob rechts oder links ein Fahrzeug im toten Winkel ist , wenn man die Spur verlässt rüttelt das Lenkrad, gleichen Neigungen in Kurven des Fahrzeuges aus und wenns so weiter geht braucht nur noch der Hersteller einen Führerschein weil das Auto alles übernimmt (setzten sie sich hinten rein ....ich bring sie hin).

    Ich bin im Jahr rund 60tsd KM unterwegs und ich muss feststellen das die Welt um mich herum deutlich langsamer geworden ist. Langsam ist eigentlich das falsche Wort weil ich denke das es nur eine Auswirkung von all der technischen Helferlein ist. Nein die Menschen werden immer unachtsamer und trödeliger beim Autofahren. 

    In meiner Jugend (ok ist schon ein wenig her) war das Größte ....endlich ein Auto zu haben. Natürlich sollte es schnell sein...zumindestens schneller als das der Freunde. Beim fahren war die Begeisterung dabei und man freute sich auf jeden zu fahrenden Kilometer. Auch wurde immer rausgeholt was ging....ganz zu schweigen von dynmisch und vorausschauend fahren (ging auch nicht immer gut....aber sehr oft). 

    Heute ist das irgendwie anders.....es wird getrödelt was das Zeug hält und alles andere als konzentriert autogefahren (hallo ist ein Fahrer anwesend?) . Die Schleicher werden immer mehr und wenn man sie überholt ist telefonieren,  was man dann sieht, noch das kleinste Problem (ich hab schon welche gesehen die Bücher gelesen haben). 

    Auch muss ich feststellen das immer mehr Autofahrer das halten von Spuren oder ordentlich eine Kurve zu fahren nicht mehr möglich ist....nein sie kommen dir entgegen, wohlgemerkt auf Deiner Spur!

    Bei Ausfahrten mit dem Oldtimer muss ich mich manchmal sogar fragen ob meine Autos übermotorisiert sind, denn oft bin ich im leerlauf schneller als das voranfahrende Auto (auf Oldtimerevents bin ich eigentlich immer der langsamste?)

    Fiat in Montlhery 2013

    Evtl. ist die Ursache die neue Technik die einem alles abnimmt und das Gefühl für Auto und Geschwindigkeit geht komplett verloren. Die nächste Generation bekommt diese wunderwerke an (vollgestopfter) Technik gleich als erstes Auto, während wir mit einem zusammen geschraubten und verdrahteten Golf unterwegs waren (das komplizierteste damals im Auto an Technik ...war das Autoradio). 

    Womöglich verliert die nächste Generation das komplette Gefühl was Autofahren wirklich bedeutet (und was für einen Spass man eigentlich dabei haben kann). Der Autofahrer wird nun immer mehr vom Fahrer zum chauffierten Beifahrer und irgendwann sitzt er auf der Rückbank und liest dann komplette Bücher auf dem Weg zur Arbeit (wenns der Magen aushält).

    Also liebe Oldtimerbesitzer...geht in die Schulen mit Euren schönen untechnisierten Fahrzeugen (je älter desto besser) bringt ihnen das fahren bei, begeistert sie für echtes fahren ....und bei der älteren Generation....da ist offensichtlich Hopfen und Malz bereits verloren...also gebt acht...sie sind unter uns die "chauffierten".

  • FREItag

    So ein freier Tag ist schon eine feine Sache denn man kommt endlich zu den Sachen die sonst einfach liegen bleiben.

    Hänger stand immer noch vor der Halle (unaufgeräumt vom Schloss Dyck Event) und es wurde Zeit den aufzuräumen. Also gings am freien Tag rüber zur Halle. Weil sie gar so leer war (gefühlt natürlich) ...dachte ich mir das es ein guter Tag wäre die Halle mal zu putzen.

    Als erstes war der staubsaugen dran.....ehrlich gesagt wundert es mich immer woher der ganze Staub in der Halle kommt. Alles zu und trotzdem staubts ....und noch mehr beeindruckend sind die Anzahl von Spinnen die tot herum liegen. Bin mir allerdings nicht sicher ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist? Gut evtl. weil es wohl nicht genug Insekten gibt für den dschn. Spinnenhaushalt (sollte sich mal in der Spinnenbszene rumsprechen....Michis Halle ist nicht ergibig ). Evtl schlecht .....weil ich hoffe die sind gestorben mangels Futter und nicht an anderen Dingen die auch für größere 2 Beinige Einheiten nicht gut sind (im besten Fall schniefen die nur das verlustige Öl unter den Autos).

    Nach dem Staubsaugen musste ich festellen das meine Ölauffangbleche nicht wirklich optimal unterhalb der Autos verlegt wurden (von mir natürlich  ) und Öl und der Boden nicht wirklich harmoniere....was demnächst nochmal Arbeit bedeutet um das zu beseitigen.

    In Sachen Staub habe ich mittlerweile die Theorie entwickelt, das es wohl ein Staubtier geben muss. Es müsste etwas sein was wie etwa ein Schaaf aussieht....aber ohen Wolle sondern mir Staub und etwas kleiner damit es ausreichend Versteckplätze hat wenn ich die Halle betrete ...ich habs nämlich noch nie gesehen?

    Es liebt dabei nicht nur Boden, Regale und sonstige Einrichtungsgegenstände, sondern auch Autos . Autos eigentlich ganz besonders (gut kann ich irgendwie verstehen ) denn ich bin mir sicher das ich alle Fahrzeuge ordentlich weggestellt hatte. Das Staubtier hat ganze Arbeit gleistet und die Autos werden bald so aussehen wie wahre Barnfinds wenn ich jetzt nicht einschreite.

    Hab ich natürlich und bin (natürlich) stolzer Besitzer eines Auto-Staub-Spezial-Wedel der nun zum Einsatz kam. Ein echtes Wunderteil sag ich Euch, einfach über die Autos drüber gehen und der Staub geht vom Auto auf den Wedel über ohne dabei Kratzer zu hinterlassen (wo er dann allerdings hin geht ist mir noch nicht ganz klar)

    Danach war dann noch Lackpflege dran....denn das viele hin und her schieben der Autos hatte ziemliche Fingerabdrücke hinterlassen (eine Überprüfung dieser ergab eindeutig das es meine waren ).

    Die Halle war jetzt sauber und auch die Autos und nun war nur noch der Hänger hinein zu fahren als Aufgabe übrig. Ich muss zugeben das ich nicht der Hänger-Königsfahrer bin....rangieren mit einem 7 Meter langen doppelrädrigen Hänger gehört einfach nicht zu meinen Stärken...geschweige denn zu meiner Lieblingsbeschäfftigung. Auch in Erinnerung das ich schon mal mein mehr als 500 Kilo Tor meiner Halle dabei aus der Verankerung riss macht mich auch nicht sicherer.

    Allen Mutes hab ich also den Hänger angehängt und versucht mich vor meiner Halle in den richtigen Winkel zu bringen. Man muss wissen das, für ein kleines Dorf, mir gegenüber ein recht belebter Supermarkt vorhanden ist. Versteht mich nicht falsch....aber gestresste Hausfrauen die keine Ahnung haben von meinem Stress können zur Plage werden.

    Ich musste ja auf die Straße mit meinem nun 12 Meter Gespann (Auto und Hänger) und das auch noch vor die Einfahrt zum Supermarkt ....um dann rückwärts ein Stück die Straße hinauf zu fahren um dann wiederrum vorwärts in die Halle zu kommen. Ich glaube 40zig Frauen habe versucht vor mir....hinter mir...links von mir (später auch rechts von mir) mal schnell vorbei zu kommen um ihre Einkäufe zu erledigen ....und zwar pronto.

    Keine Ahnung ob "Weltuntergang" oder "das Geld geht aus" in den Nachrichten war....aber von kurzem Warten oder gar Rücksicht nehmen war hier absolute Fehlanzeige....die hatten es ALLE Megaeilig...nein eigentlich waren sie panisch? Es fühlte sich gar an wie ein Schwarm von wild gewordene Hornissen die um mich flogen (manche fuhren sogar ihren Stachel aus).

    Ich war kurz davor mal eine Straßensperren aufzustellen bis mein Nachbar mir zur Hilfe eilte und der Hausfrauenschaft einhalt gebot in dem er sich todesmutig auf die Straße stellte und Gott sei Dank dabei nicht zu Tode kam (was einem kleinem Wunder nahe kam). Die Hausfrauenschaft hielt also an (evtl. aus skrupel den Mann zu überfahren...oder eigentlich weil sie der nach sich ziehende Polizei- und Notarzteinsatz noch mehr Zeit gekostet hätte) und ich nutze meine Chance den Hänger in die richtige Positon vor die Halle zu bringen.

    Der Hänger muss übrigens Vorwärts in die Halle, damit ich noch in mein kleines Bad reinkomme. Ja ich hab tasächlich ein kleines Bad dort....was mehr als praktisch ist und das nicht nur für Wasser zum putzen sondern auch für die Vorreinigung des 2 Beiners damit man zu Hause nicht auch noch putzen darf wenn man das Haus betritt ( ja ich schmutze immer nach der Kontaktaufnahme zu alten Autos ).

    Die Schwierigkeit ist natürlich das Zugfahrzeug so zu platzieren das man abkuppeln kann und auch wieder rausbekommt, klappt meist....aber nicht immer. Heute war so ein "nicht immer" Tag und nach einigen Versuchen beschloss ich (frustriert) den Hänger wieder aus der Halle zu schieben um mein Zugfahrzeug für den rest des Jahres noch nutzen zu können.

    Als mein Fahrzeug wieder darußen war musste ich natürlich den Hänger wieder mit Manneskraft hinein schieben. Ich weiss nicht ob es an meine gerade abgenommenen 14 Kilo lag oder der die Auffahrt sich über den Sommer abgesenkt hatte und jetzt wohl ein (gefühlt) steil bergauf gehender Hang geworden ist...aber das ging auch schon mal alles viel leichter!? 

    Mein Nachbar wollte wohl nicht das ich vom eigenen Hänger später überrolt werde (was durchaus passiern hätte können wenn mir nach einem Schwung holen die Kraft ausgeht) ....und vermutlich jetzt aus Mitleid half er mir das "Monster" hinein zu schieben.

    Der Tag war also dahin und Garage aufräumen, Hänger hinein stellen hat insgesamt 5 Stunden gedauert und ich muss zusammenfassen das freie Tage wohl zum Entspannen nicht wirklich gemacht wurden ...oder?....aber was man nicht alles für sein Hobby tut! 

  • Aflenzer Winterrallye....alles andere war Kindergarten!

    Manchmal ist Naivität ganz praktisch....denn sonst würde man oft Dinge nicht tun, wenn man sie vorher gewusst hätte, erst garnicht machen würde!

    Als mich Stephan fragte ob ich bei der Winterrallye als sein Beifahrer (und Navigator) dabei sein möchte wusste ich nicht wirklich was mich erwartet. Das war auch im Nachhinein auch gut denn ich vermute ich hätte nicht ganz schnell ein "na klar" als Antwort gegeben. Winterrallye hört sich spannend an und erst recht wenn Olditmer darin vor kommen.

    Natürlich gab es Warnungen aber die hab ich naiver Weise nicht wirklich ernst genommen. Da waren z.B. die Bilder auf der Veranstalterseite von den Autos die teilweise schon nicht mehr nach Olditmer Autos aussehen sondern eher nach ausgewachsenen Rallye Autos die man ja so aus dem Motorsport kennt. Da war ein Email von Jens der mich wohl versucht hatte vorsichtig drauf vorzubereiten (er war letztes Jahr mit dabei) und ich ihm ein "du machst mir Freude"  mit einem lächeln als Antwort schickte und sicherlich hätte ich auch mal Googeln sollen (schon von Berufswegen).

    6 Stunden gings von München anch Aflenz und Stefans Alfa GTV (auf Hänger) war generalstabsmäßig vorbereitet inkl. vielen Material für alle Fälle. Die Spikes die im Kofferraum seines Zugfahrzeuges lagen hätten mich übrigens auch warnen müssen. Ja wer braucht den Spikes.....Winterrallye ok....aber Spikes empfand ich am Anfang doch leicht übertrieben (wir fahren doch eine Oldtimerrallye oder?).

    Ich bin ja schon einige Oldtimerrallyes gefahren und Roadbook....Chinesenzeichen....eines meiner leichtesten. Die letzte Rallye die ich mitgefahren bin, als Navigator, haben wir sogar gewonnen....also ich kann das....DACHTE ich!

    Als wir nach 6 Stunden Fahrt ankamen und am Parkplatz  bereits viele Teilnehmerfahrzeuge standen.....da hatte ich schon zum ersten mal ein ungutes Gefühl. Meine Erwartung war eine Ansammlung von Historischen Fahrzeugen vorzufinden und zwar so wie ich sie eigentlich kenne....nämlich Harmlos.Die hier waren alles andere als Harmlos und ich befand mich (gefühlt) plötzlich in mitten der Rallye Montecarlo.

    Ok....keine Panik dachte ich mir....die sehen halt so aus....es ist ja Winter und alle wollen hier Stielecht durch die Gegend fahren (und hoffte insgeheim ich täusche mich nicht).

    Das Abendessen brachte dann Ernüchterung....nein...die sind nicht harmlos und von Show war hier überhaupt nicht die Rede....hier wird beinhart gefahren und das in den Bergen bei Eis und Schnee und wer kein gut vorbereitetes Auto hat kommt eh nicht weit!

    Die nächste Überraschung waren dann die Geschichten über das Roadbook der Vorjahre. "Chinesenzeichen wäre was für Anfänger" kam mir als erstes entgegen (sorry ich dachte das wäre die höhere Schule), nein hier gibts 60 Seiten Karten pro Tag in unterschiedlichen Maßstäben bei denen man sich den richtigen Weg selber aussuchen muss um div. Wertungsprüfungen richtig anzufahren (und das bitte auch noch gefälligst in der richtigen und vorgegeben Zeit). Um den richtigen Weg übrigens sich selbst in die Karten einzuzeichnen hat man dann darüber hinaus gerade mal 1 Stunden Zeit. Denn genau 1 Stunden vor seiner vorgegeben Startzeit bekommt man seine persönliches Kartenmaterial in die Hand gedrückt ....und ich sage Euch ....das ist verdammt wenig Zeit um 60 Seiten durchzuarbeiten!

    Die Geschichten die dann noch über das Kartenmaterial das nämlich eigentlich Wanderkarten seien (ja keine Straßenkarten....nein für unsere Wege gibts nur Wanderkarten!) lies meinen letzte Hoffnung nach einer entspannten Ausfahrt sinken und ehrlich geasgt war ich jetzt in Panik ....worauf habe ich mich hier bitte eigentlich eingelassen???

    Dann gabs noch die Diskussion ....mit Spikes oder ohne.....naja der Veranstalter sagte mit guten Winterreifen würde es wohl auch gehen. Das sprach sich rum und natürlich hatten alle am nächsten Tag SPIKES drauf ....und keine Winterreifen (wir haben dann unsere Spikes natürlich dann auch montiert!)

    Am Freitag gings erst Nachmittag richtig los....Karten abholen und ich wusste ....jede Sekunde zählt jetzt. Zitternd hielt ich mein Unglück in der Hand und Stephan ging mit mir die Karte durch und wir zeichneten uns die entsprechende Wege ein. Ich denke auf Seite 20zig hatte ich das Gefühl....wir werden nie ankommen....die müssen uns heute Nacht (mit Hubschrauber) suchen. Stephan war da schon deutlich sicherer, immerhin ist er sie schon 3x gefahren. Es waren diverse Wertungsprüfungen die man  dann in bestimmte Strecken (in vorgegeebener Zeit fahren musste. Insgesamt musste man aber auch noch die Gesamtzeit im Auge behalten und zu guter letzt durfte man auch noch einzelnen Etappen in bestimmten Zeiten fahren. Wenn das verwirrend klingt.....mir schwirrte der Kopf (WO RAUF HAB ICH MICH EINGELASSEN).

    1 Stunden war rum  und ich kann Euch sagen, das ist verdammt wenig Zeit um alles auszuarbeiten. Auch war jetzt klar....wir werden auch Nachts im Dunklen einige Etappen fahren.

    Am Start gings dann los und gefühlt war das meine beste Minute des Tages......aber ein zurück gabs nicht und Stephan zählte auf mich. Ich muss zugeben....den ersten Tag hab ICH echt versaut. Ja wir haben uns verfahren....ja wir haben Wertungsprüfungen vergeigt, weil Zeiten checken, Karte lesen, Seiten wechsel (und festzustellen das der Maßstab ein ganz andere ist als die Vorseite) Lampe halten, Stoppuhr drücken, Wegzähler im Auge behalten und fragen des Fahrers "wo sind wir" irgendwann einfach zu viele Dinge auf einmal sind.

    Der Anfang war es die Hölle.....und auch wenn ich zwischendurch mal überhaupt nicht mehr wusste wo wir gerade waren so kam ich erst im Laufe des Tages wirklich rein. Das Ergebnis allerdings waren so viele Strafzeiten schon am ersten Tag (über eine Stunde) das wir keine Chance mehr hatten noch irgendeinen gute Platzierung zu machen. Zu meinem erstaunen waren wir dann doch noch auf Platz 22 gefahren von über 50 Fahrzeugen und meine Laune ging nach oben.

    Ja mein erstes mal.....hey alle anderen Oldtimerrallyes die ich bisher gefahren bin waren alle samt Kindergeburtstag. Stephan fuhr klasse ......schnell und konzentriert und das auf vereißten kleinen Feldwegen durch Berge und 1000ten von Kurven...und ich wahr froh um jeden Spike den wir im Reifen hatten.

    Da ich das mit den Karten am Abend schon langsam beherrschte, nur das nicht mit den Zeiten, war mein Ziel das am nächsten Tag besser zu machen.

    Der nächste Tag ging wie schon am Vormittag los mit der Ausgabe des Roadbooks und so wusste ich jetzt schon worauf es ankam bei den Wertungsprüfungen und auch welche Notizen ich mir machen musste (Wichte Punkte, Zeiten, km, Startpunkt der WP und Ende der WP) und machte mir überall kleine Postit die ich dann auf der entsprechenden Seite einklebte um sie später mir aufs Handschubfach zu kleben. Die Angst vor der Navigation hatte ich auch nun nicht mehr....aber immer noch gehörigen Respekt.

    Was soll ich sagen....es ging am 2ten Tag wirklich gut....wir haben insgesamt nur 12 Minuten Strafzeiten bekommen und wir fuhren sogar den ersten Teil mit Null Strafpunkten. Immerhin war die 2te Etappe über 400 km lang und ging durch extrem anspruchvolles Gelände (scharfe eisige kurven, Schnee, Matsch, Asphalt, schnell, langsam, rauf und runter und das alles meist auf engsten Straßen) die Stephan perfekt meisterte (manche hatte da deutlich mehr Probleme und es gab auch Blechschaden). Auch waren wir als Team langsam eingefahren und insgesamt waren wir bei vielen Wertungsprüfungen sogar zu früh dran und mussten kurz Warten (um nicht Strafpunkte dafür zu kassieren das wir diesmal sie zu früh anfuhren). Auch konnte ich meinen Kopf mal aus der Karte heben und auch die unglaublich tolle Landschaft sehen durch die uns die Rallye brachte. Ich habe an dem Tag übrigens mehr Schnee gesehen als ich diesen ganzen Winter bisher gesehen hatte.

    Der Tag lief also wirklich gut und ehrlich gesagt hatte ich nun einen rießen Spaß. Auch habe ich interessante und nette neue Oldtimerbesitzer (der anderen Art) kennen gelernt in den 2 Tagen deren Leidenschaft für diese Arte von Motorsport in Kombination mit Oldtimer ich nun wirklich nachvollziehen kann.

    Also lieber Stephan....ein herzliches Dankeschön für die unglaubliche Erfahrung .....deiner Geduld am ersten Tag und solltest Du mal wieder einen Beifahrer suchen....ich bin dabei.

    Die nächsten Tage gibst dann Bilder und auch einen Film der mal zeigt wo wir da durch sind am Beispiel einer kompletten Wertungsprüfung

  • Worauf warten?

    Ich kenne einige Leute die eine echte Leidenschaft für alte Autos haben. Der Entschluss sich einen zu kaufen allerdings ist ein ewiges hin und her und die meisten warten bis sie zu alt sind damit noch zu fahren.

    Vor kurzem erzählte mir ein Hotelier eine nette Geschichte die mich zum nachdenken gebracht hat.

    Er war beruflich unterwegs und musste plötzlich doch noch eine Nacht länger bleiben. Er ging also an die Rezeption und fragte ob es möglich wäre um eine Nacht zu verlängern. Da gerade Messezeit war sagte die Damen an der Rezeption das es ihr fürchterlich leid tut aber das Zimmer könnte man nicht verlängern weil bereits der nächste Gast darauf wartet. Darauf hin fragte er ob es noch ein anderes gibt das er hier mieten könnte. Die Damen an der Rezeption sagte sie hätte nur noch die Suite und diese würde 3.000 EUR die Nacht kosten. Er überlegte ganz kurz und sagte für 3.000 EUR die Nacht das müsse er sich mal ansehen bei dem Preis. Er wurde also zur Suite gebracht und er war wirklich sprachlos was er da vor fand nämlich das Paradies auf Erden (und er strahlte immer noch als er davon erzählte). Nun er sagte ob man ihm im Preis entgegen kommen könne er sei ja immerhin Stammgast und das tat man auch aber der Preis für die Suite war immer noch 1800 EUR die Nacht. Er rief seine Frau an und sagt lass alles stehen und liegen und komm hier her....ich habe eine Suite und habe sie nun sogar für 2 Nächte und das nutzen wir nun richtig aus. Sie hatten die 2 Tage wohl kaum die Suite verlassen und haben sie perfekt genutzt (immerhin kostete jede Stunde rund 80 EUR).

    Mein Einwand an ihm war das ich niemals für eine Suite ....egal wie sie aussah....1800 EUR bezahlen würde und mir das es nicht wert wäre. Darauf hin antworete er mir was ziemlich schlaues und sagte " weist du, an meinen Kontostand werde ich mich in 20zig Jahren wohl kaum erinnern, aber an die 2 Nächte ganz sicherlich".

    Ich finde er hat damit vollkommen Recht.
  • Erste Ausfahrt

    Also so früh war ich noch nie unterwegs in einem neuen Jahr!

    Dank Erderwärmung (die ich übrigens nicht hauptsächlich mit dem Fiat verursacht habe) war es doch am Montag am 6.1.2014 8 Grad warm bei uns hier in Bayer, dazu kam noch ein Feiertag und was bietet sich mehr an als eine Ausfahrt mit dem Oldtimer zu machen.

    Der Fiat wurde aus seinem Winterschlaf schnell entpackt und aus der Halle geschoben.

    Fiat 509

    Nun es hätte alles so einfach sein können, denn Sprit und Öl waren geprüft, Batterie geladen und vor dem Winterschlaf lief er einwandfrei.

    Nicht bei der Diva .....nein sie wollte einfach nicht. Der Motor lief zwar ....irgendwie....aber hatte keine Leistung und es fühlte sich an als ob 3 der 4 Zylinder noch weiter schlafen wollten.

    Also Zündkerzen ausgebaut und ja die waren schwarz (und eine sogar richtig Nass). Also erst mal Zündkerzen reinigen und wieder einbauen. Das ist dank des extra angebrachten Doppelvergaser gar nicht so einfach da ran zu kommen und die Hände sehen danach immer aus also ob ich mit einer agressiven Katze gespielt hätte (ok Handschuhe wären richtig gewesen....aber sollte ja nur ganz schnell gehen).

    Alles wieder eingebaut gab es einen neuen Versuch und kurz dachte ich das er gleich läuft....aber nur kurzzeitig... denn die 3 Zylinder wollten immer noch nicht (lass mich schlafen!)

    Also nun alle Zündkerzen wieder raus und komplett neue rein und siehe da Diva will jetzt auch und blubert vor sich hin.

    Also dicke Jacke an....Handschuhe....Mütze und hoffen das der Fiat genügend Wärme für die Beine produziert.

    8 Grad sind eigentlich recht warm aber mit Fahrtwind wird das schnell zu gefühlten -20 Grad . Fiat findet das auch denn er wird nicht wirklich warm, 70-80 Grad sind optimal aber erreicht maximal 55 Grad und das macht sich in der Leistung bemerkbar. Vom Fleck kommen ist teilweise wirklich schwer (und peinlich), was normal ist am Anfang weil er da immer nicht warm ist , aber das hält den Großteil der Fahrt an. Topspeed wird also nicht erreicht und so dümpel ich mit 70 Sachen vor mich hin (zum Leidwesen der anderen Ausflüglern). Zum Schluss kommen wir dann doch auf 90 aber das ist kurz vor der Garage und ich habe das Gefühl Fiat will wieder nach Hause.

    Pappe für den Kühler hatte ich natürlich nicht dabei und zum umkehren war es , als auf ich die Idee komme, schon zu spät.

    Es ist war aber ein wirklich schöner Tag und so fuhr ich eine sehr große Runde um den See. Nach 2,5 Stunden komme ich wieder zurück und bin zwar ausgekühlt aber glücklich.....was für ein Tag und das am 6.1.

  • Eine Woche ohne Blog

    Den regelmäßigen Lesern ist es aufgefallen....eine komplette Woche keinen Blog.

    Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen....ich lag dahin mit einer Erkältung. Meine Frau brachte sie vorletzte Woche nach Hause und sie hatte sie relativ schnell im Griff. Wir Männer dagegen leiden ganz fürchterlich und es rafft uns eine komplette Woche dahin.

    Angeblich seihen wir viel wehleidiger als Frauen aber ich bin da ganz anderer Meinung...nein wir sind empfindsamer.

    Wenn etwas nicht stimmt wissen unsere Systeme ...jetzt vorsichtig sein und erst mal ruhig machen. Nach genauer Überprüfung stellen wir dann fest das es auch noch weh tut (so ein Husten kann erhebliche Schmerzen veursachen) und jetzt muss man sich hinlegen. Um aus dem Krankenbett (ach was sag ich ...Sterbebett) wieder raus zu kommen bedarf es natürlich der kompletten Genesung (Man/n will ja keinen Rückfall riskieren) und schwups schon ist eine Woche dahin.

    In diesem Zustand von total Umnachtung einen sinnigen Blog zu schreiben ist einfach nicht möglich!

    Auf Facebook war ich allerdings nicht untätig und so hatte ich festgestellt (aus dem Krankenbett!) das im Augenblick eine ganze Latte von interessanten Fahrzeugen oder Objekten gerade zum Verkauf steht. So kurz vor dem Winter scheinen sich viele von einigen schönen Stücken wohl gerne zu trennen.

    Michis Oldtimer auf Facebook

    Es tauchte also ein Rally ABC auf, ein interessantes Benjamin mit sehr schöner Karosserie und da waren noch 3 Marchal Monocle Lampen die zu einem ungschlagbaren Preis angeboten wurden (und bereits weg sind).

    Mit Monocle Lampen kenne ich mich übrigens aus denn ich hatte vor Jahren ebenfalls 2 Stück erworben die ich dann selber restauriert hatte (zur Freude meiner Frau). Auf der Oldtimermesse in Paris hatte ich vorher welche gesucht und war leicht entsetzt über den Preis von 400 EUR pro Stück (worauf ich beschloss restaurierungsbedürftige für 1/3 des Preises in ebay zu kaufen).

    Also wenn ich diese Woche keinen Rückfall meiner (schweren ) Erkrankung erfahre, so sollte es diese Woche wieder Blogs geben.

    Also bleibt Gesund und viel Spaß beim Lesen!
  • Fliegen können unheimlich weh tun!

    Irgendwie fahre ich einfach zu wenig und diese Tatsache hat mich am Sonntag eine Runde drehen lassen.

    Ja wer hätte gedacht das wir nochmal 20zig Grad bekommen, immerhin hatten wir hier in München schon Schnee. Ursprünglich hatte man den Eindruck der Herbst wird dieses Jahr ausgelassen aber Gott sei Dank haben wird es nun doch einen Goldenen Herbst.

    Also am Sonntag war es hier zwar nicht schön aber warm und so habe ich das Amilcar aus der Garage geholt.

    Amilcar CS 1923

    Nach einem Grundcheck (Öl, Wasser, Benzin) musste ich feststellen das ich kaum noch Sprit habe und als erstes mal Tanken gehen muss. Da mein Anlasserritzel immer noch kaputt ist heist es ANKURBELN. Das Amilcar springt nach 2 oder 3 Umdrehung eigentlich ganz leicht an. Problem ist nur, so lange es nicht (etwas) warm ist geht es auch leicht wieder aus.

    Also vorne ans Auto und ankurbeln. Die Nachbarn übrigens schauen schon zu und ich sehe in Ihren Augen "mal sehen was das wird". Ich versuche als Souverän das Amilcar anzuschmeißen. Es glingt und nach 3 Umdrehung läuft es und ich kann mich ins Auto setzen. Als ich den Gang einlege und aufs Gas gehen macht es einen kleine Satz und geht aus. Gut (Nachbarn) es ist noch nicht warm und ich puhle mich wieder aus dem Auto raus und gehe nach vorne.

    3 Umdrehenung und schon läuft es wieder und das Spiel geht von vorne und ich setze mich rein, legen den Gang ein und gebe Gas, Amilcar geht wieder aus. Ok meine Souveränität leidet gerade in der Nachbarschaft und so geht das Spiel von vorne los. Als es nach 3 Umdrehungen wieder läuft, ich wieder im Auto sitze gebe ich diesemal beherzt Gas und siehe da Amilcar bleibt an und ich fahre wie vom Hafer gestochen vom Hof (und meine Sourveränität ist endgültig in der Nachbarschaft dahin).

    Als nächstes fahre ich also in die Tankstellen und hoffe das Anlass-Losfahrspiel wird sich hier nicht wiederholen, denn es ist Sonntagsausflugzeit und ich bin hier umzingelt von Zuschauern. Kennt ihr das wenn Menschen sich das Auto schweigende ansehen aber nicht sagen. Hey Leute fragt doch einfach was, ich beantworte wirklich (fast) alle Fragen aber dieses schweigend neben mir stehen macht mir wirklich Angst!

    25 Liter tanke ich und ich wunder mich gerade mit welchem Sprit ich gerade an die Tankstelle gefahren bin (der Tank hat nur 25 Liter!), aber gefahren ist einfach besser als geschoben. Ganz zu schweigen wenn der Motor ausgeht ob man da immer als erstes ans Benzin denkt und nicht vorher alles auseinander baut und überprüft bis einem einfällt "mist hab ich überhaupt noch Sprit".

    3 Umdrehungen und Amilcar springt an, ist nun auch wärmer und wir können erhobenen Hauptes aus der Tankstelle rausfahren. Beim ersten rechstabbiegen wirds allerdings schwierig (nein gefährlich), denn der PKW der auf der Gegenfahrbahn in die selbe Straße einbiegen will wie ich, ist von meinem Auftrtitt so  verdutzt das er gleichzeitig in die Straße einbiegt (hallo...ich habe Vorfahrt!!!!). Er merkt das allerdings, will aber jetzt kucken was da fährt  und bleibt fast stehen und bringt uns beide fast zum Zusammenstoß.

    Das geht schon gut los, bin 2 Minuten unterwegs und bin schon in der ersten Gefahrensituation. Nicht das man damit nicht rechnen würde, denn viele Autofahren machen gefährliches Zeug um mal einen Blick ins Auto zu werfen. Dazu gehört z.B. zu überholen und dann neben einem zu fahren , ja manchmal winken sie auch, nur vergessen sie dann den Gegenverkehr und erst wilde Lichthupen des Gegenverkehr führen zu einem einsehen und bringen einem erst recht in Gefahr (da er jetzt einschert und hofft das ein 1923 Auto genauso Bremsen hat wie ein 2013 Auto).

    Die Fahrt verläuft danach übrigens wirklich einwandfrei und Amilcar läuft wie Schmitz Katze. Einen kleinen Film habe ich auch davon mit der GroPro gemacht (und habe sie erstaunlicher Weise nicht verloren), den ich aber erst mal zusammenschneiden muss.

    Eines fällt mir allerdings dann doch während der Fahrt auf, mein Gott tun Fliegen weh. Ich habe zwar eine Brille und eine Mütze auf nur verhindert sie nicht das ich an den nicht geschützten Stellen im Gesicht einige Einschläge erhalte. Vor Schreck lasse ich beim ersten mal fast das Steuerrad los, die weiteren ertrage ich wie ein Held (oder auch nicht ).

    So klitzekleine Fliegen können wirklich weh tun (selbst bei Mopsgeschwindigkeit) und das heute so viele noch rumfliegen ist eigentlich erstaunlich. Später stelle ich fest das auch das Amilcar einiges abgekommen hat und so stecken einige im Kühler fest (gegrillt) und die Lampen muss ich erst mal putzen da dort plattgedrücktes Insekt sich breit gemacht hat.

    Mein Gott wie werde ich das im Winter vermissen.

  • 47 Jahre automobile Erfahrung

    Heute in der Früh bin ich an einem Fahrzeugtransporter vorbei gefahren und dort stand der Spruch drauf "75 Jahre Erfahrung". Die Firma kannte ich nicht aber ich dachte mir das wenn ich so zurück schaue ebenfalls ziemlich lange schon mit dem Thema Auto zu tun haben.

    Erfahrung bedeutet ja auch nicht das man gefahren sein muss (auch wenn das in dem Wort "Erfahrung" durchaus enthalten wäre). Los ging es bei mir schon ziemlich früh und ich kann mich daran erinnern das meine Leidenschaft für Autos im frühesten Alter sogar gefördert wurde (Mädels...wir werden so konditioniert...wir können garnichts dafür).

    Ich hatte eine gigantische Sammlung an Spielzeugautos (jeder Gast brachte welche mit....wir waren aber auch nette Kinder) und auch kann ich mich erinnern das ich als 4 jähriger zu Weihnachten ein ziemlich großes rotes Sportauto bekommen haben (davon gibt es ein Bild das ich mal bei Gelegenheit raussuchen muss und mal in den Blog bringe).

    Auch hatte ich später diverse ferngesteuerte Autos, nicht wie heute per Funk, nein sie hatten ein Kabel daran. Die Technik war allerdings nicht wirklich ausgereift (oder für Kinder meines gleichen nicht so geeignet) und so brach das darin enthalten Drahtseil wenn man die Lenkung an der Fernbedienung zu fest in eine Richtung schob (vermutlich hatte ich deswegen einige davon...die aber alle nicht lang hielten).

    Später waren es dann schon große Autos und mein Vater hat immer wieder Teile seiner Autos in unsere Wohnung gebracht um sie zu reparieren. Meine Mutter erzählte immer das er extrem gut im auseinander bauen war, nur beim zusammen bauen immer irgendwelche Schrauben wohl übrig blieben, erstaunlicher Weise funktionierten die Autos aber trotzdem. Er bastelt übrigens heute noch an Autos und er gehört zur Gattung der Weg ist das Ziel denn seit rund 15 Jahren restauriert er einen MGA (alles selber gemacht.. sogar Schweißarbeiten), nur fertig wird er irgendwie nicht (ich werds wohl nie erleben wie das Auto fährt).

    Den eigenen Führerschein zu machen war natürlich dann einer der größten Wünsche (den mein Vater mir übrigens erfüllte) und meine ersten Fahrten durfte ich dann mit einem Sportwagen (RX7) meiner Mutter machen (sie hatte wirklich Gottesvertrauen).

    Das erste eigene Auto war dann mit 20zig, einen gebrauchten Peugeot 205 GTI 1,6. Ja das Auto war der Hit, rot mit Sportsitzen und damals ein echter Hinkucker (Golf GTI war was für Luscher). Das Teil ging auch ordentlich, (zumindestens für damalige Verhältnisse)  200 kmh waren schon was.

    Der erste Neuwagen war dann der Peugeot 205 GTI 1,9 mit einer Vollausstattung (Leder, Schiebedach, Sonderlackierung, usw.). Mann war ich stolz auf das Auto und wir haben so einige Geschichten erlebt.

    Danach kamen dann Chrysler Cherokee, Audi (A4, S4, RS4, A8)  und nun BMW (und ein Porsche....sorry so viel midlife crisis darf schon sein) und sie wurden alle gehegt und gepflegt (ihr kennt meinen Putzfimmel).

    Octane

    Das Thema Oldtimer kam dann mit 30zig denn ich musste mich immer daran erinnern das mein Lieblingspielzeugauto ein Mercedes 230 SL war in Silber mit roter Innenaustatattung. Nach regelm. lesen von Oldtimerzeitungen wurde der Traum dann später wahr aber vorher kam da noch ein TR5 den ich heute noch besitze.

    Die Vorkriegsleidenschaft hat Frank Seeger mit seinem Cyclecartreffen geweckt und ich ging ziemlich naiv in die Szene mit einem Fiat (der mir den Spott "Fehler in Allen Teilen" einbrachte....dafür kannte man mich ...ohje da kommt der michi...mal sehen was heute kaputt geht). Im Rückblick hatte ich dann doch mit all den Autos ziemliches Glück da sie alle dann doch besonders sind (und heute einwandfrei laufen).

    Seit November 2006 schreibe ich diesen Blog und beschäfftige mich jeden Tag mit dem Thema Automobil und das erstaunliche,  die Geschichten gehen nie aus. Dabei lernt man immer wieder neue Menschen kennen die den Autovirus ebenfalls haben (oder sogar einen Vorkriegsinfektion....unheilbar...sorry).

    Wenn ich also so zurückblicke dürfte ich mir nun bald auch einen Aufkleber aufs Auto machen "50zig Jahr automobile Erfahrung"

  • Karneval im Oktober!

    Ich bin nächstes Wochenende eingeladen aus beruflichen Gründen zur einer Jahrestagung einer ziemlich großen Kooperation. Natürlich gibt es am Samstag einen großen Gala Abend und den sponsort in der Regel eine großer Veranstalter. Dabei versuchen  alle natürlich den Vorjahresausstatter zu übertreffen.

    Dieses Jahr hat sich ein Veranstalter einfallen lassen in einer tollen Location, nämlich dem Adagio, einen 20ziger Abend zu veranstalten.

    JÖÖÖÖ dachte ich mir als ich die Einladung erhielt. Auf der einen Seite sind mir die 20ziger nicht fremd auf der anderen Seite ist es erst Oktober und nicht Fasching?

    Theoretisch habe ich dafür schon entsprechende Kleidung....natürlich 20ziger Rennfahrer. Overall, Tuch, passendes Sacko, Mütze, Hemd mit Krawatte drunter und eigentlich ja sogar das passende Auto...nein einen passenden Fuhrpark.


    Und ungefähr so könnte das ablaufen:

    Ich bringe also mein Amilcar nach Berlin.....bin natürlich ewig unterwegs nach Berlin und so brauche ich bestimmt 8 Stunden mit Hänger...aber was macht nicht alles für einen passenden Auftritt.

    Amilcar

    Der Hänger wird irgendwo auf einem Parkplatz abgestellt (vor dem Hotel war kein Platz) und so muss ich den restlichen Weg mit dem Amilcar fahren. Als ich im Hotel ankomme ist der Empfang der normaler weise die Autos parkt etwas nervös ob ich ihm wirklich die Parkfrage stelle. Natürlich mache ich es nicht, (ich müsste vermutlich 1 Stunden Einweisung machen damit er SICHER das Auto abstellen kann und die Zeit hab ich nicht) und so sehe ich den jungen Mann erleichternd durchatmen als ich sage "kein Problem ich fahre ihn selber hin".

    Nach dem Parken muss ich mich spurten denn der Event ist nicht mehr lange hin und ich muss mich ja noch umziehen. Am Bett liegt nun Rennoverall, Mütze, Seidentuch, Hemd, Krawatte, Sakko, passende Schuhe und natürlich eine Rennfahrer Brille. Haargel ist natürlich auch dabei ich will ja Stilecht aussehen.

    Nach 20zig Minuten stehe ich vor dem Spiegel und erkenne mich kaum wieder. Ja die 20ziger Jahre sind hier wirklich zu sehen und ich fühle mich gut und bin bereit nun zur Veranstaltung zu fahren.

    Natürlich muss ich durchs Hotel und fahre als erstes Lift. Der ist natürlich nicht leer ....nein er ist ziemlich voll als die Tür aufgeht. Die Insassen sehen mich ziemlich erstaunt an und irgendwie wird mir gerade bewusst das ich in der falsche Zeit am falschen Ort gerade bin.

    Allen mutes steige ich nun ein und da ich der letzte bin stehe ich vor der Lifttür mit dem Rücken zu den anderen Insassen. Ich fühle mich beobachtet und irgendwie habe ich den Eindruck das man telepathisch über mich gerade tuschelt und Grimassen macht. Da ich im 5 Stock eingestiegen bin müssen wir über weitere 4 Stockwerke kommen und ich hoffe das hier keine weiterer einsteigen muss (und nicht weil wir jetzt schon überfüllt sind). Natürlich hab ich kein Glück und der Lift hält in JEDEM Stockwerk an. Im 3ten bekommt jemand einen Lachkrampf als er mich sieht, im 2ten wird es besser und der Kegelklub der eigentlich einsteigen wollte applaudiert.

    Der Spießrutenlauf endet übrigens nicht im Lift...nein ich muss durch die Lobby aber die Erlebnisse von Stock 4 bis EG machen mich stark und ich (versuche) gehobenen Hauptes durchs gefüllte Foyer zu laufen (eigentlich zu rennen).

    Auf dem Parkplatz ist dann Gott sei Dank keiner und ich kann ruhig meine Startvorbereitung zu meiner Fahrt zur Eventlocation machen. Der Anblick des Amilcar entschädigt gerade und ich fange an wieder Spaß zu haben. Der Weg wird ins Handy Navigationsystem eingegeben und die Route sagt ich bin in 15 Minuten da (und ich erspare mir die Frage aller Taxi Fahrer in Berlin "wo ist das").

    Der erste Teil ist ganz einfach....allerdings fühle ich mich schon wieder beobachtet und zwar von den Nachbarautos! Ja ich sehe gerade perfekt aus, alles stimmt....Auto....Klamotten....nur ist eben heute 2013 und nicht 1920. An den Ampeln werde ich natürlich genauestens beäugt und so mancher lässt sogar das Fenster runter und will natürlich wissen aus welcher Zeit das Auto ist (sieht man das nicht...hey ich bin aus den 20zgiern).

    Am Kudamm nutze ich die Taxispur da ein gigantischer Stau gerade ist, muss aber feststellen das Taxifaherer in Berlin für meine Sonstzündkerzendichtundmotorschadenvermeidungsaktion kein Verständnis haben. Hupend fahren sie hinter mir ....gut ich bin auch nicht schnell genug für Berliner Taxifahrer die hier wohl eher 100 kmh als 60zig fahren wollen (ist ihre Hausrennstrecke...sorry hab ich übersehen). Als mir der Letzte so dicht hinten auffährt das dass Amilcar nur alleine vom Luftzug jetzt vorwärts gedrängt wird, beschließe ich mich einzustauen und mein Leben zu retten.

    Nach 20zig Minuten bin ich durch und muss aber feststellen das mein Navigationstelefon seine Batterie nun verbraucht hat und absolut nichts mehr von sich gibt (oder meine Aktion absolut nicht mehr unterstützen will). Ich fühle mich gerade "lost in Berlin" und bin gerade am zweifel ob das alles eine gute Idee war.

    Ich muss auch nun einen Taxifahrer fragen ob er mich navigiert und so steuere ich den nächsten Taxistand an. Dummerweise sind hier nun wohl alle die vorher am Kudamm waren (oder die Warnung wurde über alle Taxizentralen Berlins verteilt...."Vorsicht Wahnsiniger auf der Taxispur am Kudamm"). Der erste spricht mich gleich drauf an und hält mir nun einen Vortrag das diese Spur NUR für Taxifahrer sei und NICHT für mich. Ich versuche mich zu erklären aber Berliner Taxifahrer wollen keine Aufklärung und mein Einwand wird nur mit weiterem blaffen beantwortet (Ja herzlich Willkommen in Berlin).

    Egal sag ich (unvorsichtig denn der Gesichtsausdruck verdunktelt sich kurz)...."ich brauch jetzt ein Taxi". Er fragt ob das Auto kaputt sei....und ich sage "nein, sie müssen vor mir fahren und mich zu Adagio bringen". So einen Auftrag hatte er sicherlich noch nicht und nach kurzem Überlegen und einem unheimlichen Blitzen in seinen Augen, sagt er ok. Wir fahren nun also los und ich versuche krampfhaft nach Unterscheidungsmöglichkeiten dieses Taxi zu suchen damit ich nicht versehentlich dem falschen hinterher fahre.

    Taxifahrer fahren schnell, denn sie sind unverwundbar (denken sie zumindesten) , ich übrigens nicht und auch haben wir 90 Jahre unterschiedlichen Entwicklungsstand bei unseren beiden Autos. Ich habe ziemliche mühe dran zu bleiben, allerdings interessiert das meinem Taxifahrere nicht (nein er will wohl herausbekommen wie schnell so ein Amilcar geht). Ich muss sogar über rote Ampel (beim Ihm war sie übrigens auch schon rot) und wir beiden sehen nach einer wilden allerdings seltsamen Verfolgungsjagd aus. Nach 20zige Minuten habe ich den Eindruck das er nicht den direktesten Weg genommen hat (vermutlich eine eine Retourkutsche für meine Taxispuraktion und zu wenig Unterwürfigkeit) und ich bin eigentlich jetzt schon zu spät.

    Nach 30zig Minuten erreichen wir unser Ziel und ich bin fix und fertig (insgesamt eine Stunde zu spät). Amilcar dampft (Fahrer auch) und wir beide sind froh das wir endlich da sind. Ja die Adresse stimmt und ich bezahle brav die Taxirechnung obwohl ich das Gefühl habe ich bin hier total über den Tisch gezogen worden (das Grinsen meines Taxifahrers macht es auch nicht besser...er geht jetzt wohl Feierabend machen...nach dem Umsatz).

    Was mich wundert die Dekoartion vor dem Eingang sieht so garnicht nach 20ziger aus ...aber egal...hey die Party ist drinnen denke ich mir. Ja ich sehe 20ziger aus...pefektes Outfit und das passende Auto....mehr geht nicht (der Rest hier sind blutige Anfänger). Alle sind schon da und bin nun froh gleich unter meines Gleichen zu kommen. Versuche mir vorzustellen wie die anderen wohl aussehen (pah Anfänger kommt in mir hoch)....aber ich bin natürlich perfekt für 20ziger gekleidet.

    Als ich durch den Einlass komme stockt mir der Atem.....ja...alle sind schon da....und ich stehe im Eingang. Die Masse sieht mich an und ich sehe die Masse an. Einer von uns ist hier falsch schießt mir durch den Kopf und ich überlege noch krampfhaft ob ich die falsche Adresse habe denn hier siehts aus wie beim Ärzte Kongress , aber nein da sind Gesichter die ich kenne und das sind all die seriöse Geschäftspartner.

    Offensichtlich habe ich das letzte Mail nicht bekommen, denn die meisten konnten sich mit dem Motto wohl nicht anfreunden und so hat man kurzerhand das Motto auf eine ganz normale Kasinonacht herabgestuft !

    Ja ich bin 20ziger aber am falschen Ort zu falschen Zeit und ich fühle mich gerade wie Bridget Jones im Bunny Kostüm

    Ich glaub ich überlegs mir noch mal!

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