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1927

  • Schönes Zeitdokument

    Ich bin immer wieder fasziniert von Bilder aus den 20zigern auf den Rennstrecken. Sicherheit gabs wenig und so war ein Unfall meist tödlich (während die heutige Formel 1 Unfälle bei 300 kmh übersteht). Schön auch zu sehen woher der Name Boxengasse kommt...denn dahinter waren einfache Boxen die mit den heutigen so überhaupt nichts zu tun haben.

    Manual Blancas, 5th San Sebastián GP, finished 9th courtesy Fernando de Cicco
    quelle:http://www.flickr.com/photos/bristol400/11272253553

    Das Bild zeigt lt. Beschreibung auf Flickr Manuel Blanca der wohl 9ter wurde beim San Sebastian GP 1927.

    Auch die beiden Salmson sind interessant und ich vermute das es sich bei dem hinteren um ein Salmson Grand Sport handeln könnte.

  • Aller Anfang ist schwer

    Ich bin schon ziemlich lange in der Vorkriegsszene unterwegs aber ich muss sagen der Einstieg dazu war gar nicht so leicht.

    Ich bin viel beruflich unterwegs und treffe ziemlich viele Menschen. Wie das so oft ist kommt man oft auch zu privaten Dingen im laufe eines Gesprächs. Das Thema Oldtimer ist natürlich bei mir immer präsent und so weiss vermutlich ein Großteil der Branche das hier auch eine meiner Leidenschaften steckt.

    Was mir immer wieder auffällt ist, das viele beim Begriff Oldtimer eigentlich alles bis zu den 60zigern Autos im Kopf haben und wenn dann die Frage nach dem Auto und Baujahr kommt ein großes Rätseln und ein Stück Ehrfurcht im Gesicht meines Gesprächspartner auftaucht.

    Scheinbar fährt man keinen Oldtimer....nein ....man fährt einen Vorkriegler. Umso mehr ist das erstaunlich weil es doch eigentlich die Wiegejahre des Automobils sind . Gerade die 20ziger in Frankreich haben meiner Ansicht nach die Entwicklung des Automobils erheblich voran gebracht.

    Ehrlich gesagt war mir das lange auch nicht klar und mein Einstieg in die Szene war so naiv wie es nur sein konnte. Mein Fiat (Fehler in allen Teilen) war schnell zu meinem persönlichen Erkennungszeichen (auch zum Gespött ) geworden. Das lag nicht unbedingt an der Optik des Autos....sondern vielmehr das es ich in einer absoluten regelmäßigkeit damit liegengeblieben bin (darauf konnte man sich wirklich verlassen ).

    Classic Sprint 2010

    Das Auto kam aus England und nach dem ich lange genug für ein engl. Unternehmen gearbeitet hatte, hätte ich es wissen müssen. Es wird wild repariert nur das Problem ist...es soll halt einfach nur bis zum nächsten Lauf halten. Gut wir deutschen sind ein wenig zu gründlich aber ein Mittelmaß aus beidem wäre das Optimum.

    Nach vielen kleinen aber regelm. Reparaturen hat das Fahrzeug heute einen Status erreicht das es nun läuft wie ein Uhrwerk (sehr Deutsch ) , aber die die mich kennen schlagen immer noch die Hände über den Kopf wenn ich mit dem Fiat komme....diesen Ruf werde ich wohl nie wieder los .

    Bei den Nachfolgenden Autos (natürlich Vorkriegsfahrzeuge) war ich schlauer und so wurden sie zerlegt und komplett überholt.....das Amilcar wurde sogar komplett retauriert , was aber nicht nur viel Geld gekostet hat sondern auch viel Zeit und die Geduld die ich bis zur ersten Probefahrt aufbringen musste , den Bastlern unter uns geht es übrigens umgekehrt aber so einer bin ich überhaupt nicht.

    Und das sind wir schon bei einem Problem, wer nicht basteln kann ist oft Vorkriegsfahrer 2ter Klasse. Ja die Tüftler kennen jede Schraube ihres Fahrzeuges (und meist des Nachbarautos auch) und das ist oft auch gut so, denn der Gottvater ihrer Werkstatt des Vertrauens lässt sich das recht gut bezahlen und so ist handwerkliches Geschick natürlich deutlich wirtschaftlicher (auch wenn ich sage muss.....ich kenne Bastler die auch ständig liegen bleiben). Vermutlich liegt da ein bisschen der Kern der Sache.....ist man denn weniger in der Szene weil man nicht schrauben kann und sich jemand leistet der das für einen übernimmt.

    Also meiner Ansicht nach ist das nicht so denn ich bin dafür der lebende Beweis. Ich kann zwar nicht schrauben (auch wenn mein Wissen über die Technik überproportional zugenommen hat im laufe der Zeit).....aber dafür schreiben (glaube ich zumindestens )! Auch die Bücher die sich mittlerweile angesammelt haben, neben vielen historischen Zeitungen aus den 20zigern ist schon eine ganze Menge (und sind auch schon mangels Regalen übers ganze Haus zum leidwesen meiner Frau verteilt). Auch mein Archiv zur Marke Benjamin hoffe ich dann doch noch irgendwann sogar in ein eigenes Buch ein zu bringen (wenn auch die Käuferschicht dafür recht selten sein wird.....aber ich kämpfe ja auch im Blog gegen das Vergessen).

    Ein Einstieg in die Szene ist also erst mal im Kopf eine Hürde, sich zu trauen ein solches Fahrzeug zu kaufen und hoffentlich so viel technisches Wissen selber zu haben oder jemanden zu kennen der das mitbringt. Auch darf man sich von so manchem Spruch der da kommt (und manchmal sogar Ablehnung) nicht ins Boxhorn jagen lassen. Die Ernte die man dafür einfährt ist , das man ein Stück Technischer-Welt-Geschichte verantwortet und sein eigen nennen darf und natürlich auch dem Spaß damit zu fahren.

    Da sind wir dann allerding auch beim Thema das darin wirklich wichtig ist. Ja ....es ist Verantwortung die man da übernimmt. Man muss sich vorstellen das so ein Fahrzeug meist über 90 Jahre am Buckel und sogar einen Weltkrieg überstanden hat (bei den Veteranen sind es zum größten Teil sogar 2). Zeitzeugen und Geschichten um das gerade erworbene Fahrzeug sind also wichtig zu erhalten (neben dem Fahrzeug!) und wenn es noch geht sogar zu ergänzen (was oft extrem schwierig ist). Oft verschwindet Geschichte von einem Verkauf zum anderen und dabei ist es doch genau das was dieses Hobby so ausmacht......Geschichte!

    Ich spreche übrigens nicht von erfundenen denn das ist wahrlich Betrug und wie man so schön sagt haben Lügen kurze Räder...nein ich meine natürlich Beine. Auch muss ich so manchen Journalisten mal bitten genauer zu recherchieren , so wurde gerade Brutus in einer seriösen Publikation zum historischen Fahrzeug mit Geschichte was er natürlich nicht hat (auch wenn ich technisch diese Fahrzeug meinen größten Respekt zolle).

    Nicht zu vergessen übrigens, die Zeit die man selber damit Verbracht hat mit so einem Fahrzeug ist eben auch ein Teil dieser Geschichte und sollte dem Käufer unbedingt mit übergeben werden (zumindestens in Kopie.....eine spätere anfrage bei der NSA hilft vermutlich nicht).

    fiat 509 adams special

    Ich selber hatte die für meinen Fiat das Glück das vieles schon dabei war (leider nicht geordnet...aber das habe ich dann nachgeholt). Auch habe ich , da das Auto sehr lange in Australien war, den Australischen VSCC angeschrieben und um Hilfe gebeten. Ich war übrigens außerordentlich Erfolgreich und konnte so manche Lücke schließen und besitze viele weitere Bilder meines Fahrzeuges aus den 70zigern und 80zigern deswegen. Auch hatte ich sogar Kontakt zum Sohn des Erbauers meines Fiats (denn Frank Adam ist leider vor einigen Jahren verstorben) und hoffe immer noch das ich eines Tages ihn mal in mein Auto setzen kann.

    Ja mein Blog ist seit Jahren ein Versuch gegen das Vergessen, dabei gibt es so viele Geschichten und Kuriositäten die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Auch habe ich den Eindruck das so mancher den Einstieg nach dem lesens meines Blogs dann doch getraut hat und hoffentlich die Ehrfurcht auf ein vernünftiges Maß zusammengeschrumpft wurde. Einige Fahrzeuge und Neueinsteiger die durch diesen Blog entstanden und motiviert wurden , sind mir auf jeden Fall bekannt.

    Sich (und manchmal auch andere) dabei nicht zu ernst zu nehmen ist auf jeden Fall mal ein guter Einstieg, und Beharrlichkeit zahlt sich ja bekanntlicher Weise aus.

  • Das Benjamin Dossier

    Ostern war lang und endlich hatte ich mal Zeit mich richtig hinzusetzen. Bekannterweise besitze ich einen Benjamin Typ B von 1922. Es war ein ziemlicher Zufall das ich ihn gekauft hatte...denn eigentlich war ich auf der Suche nach einem Motor und ich wurde fündig nur war da noch ein Auto dran .

    Der Verkäufer (Italiener) dem ich die Frage nach dem Preis gestellt hatte, antwortete mir immer mit einer Gegenfrage, nämlich was ich über die Marke wüsste . Das ging einige Male hin und her und irgendwann habe ich um ein Telefonat gebeten. Es stellte sich damals heraus dass er das Auto gar nicht verkaufen wollte, sondern nur Informationen dazu suchte. Allerdings stellte er auch fest, dass meine Leidenschaft wohl größer war als seine und so bot er mir an ich solle nach Italien kommen und wenn es mir gefällt so könnte ich es kaufen.

    Ich fuhr also mit Herrn Rehberger damals nach Italien und wer schon mal ein altes Auto gekauft hat versteht was jetzt passierte. Das Fahrzeug stand in einer alten Halle (voller weiterer alter Teile für Autos....was für ein Verkaufsraum ) und nach 20 Sekunden war klar: den nehme ich mit.

    Wir haben dann ziemlich viel Geld investiert um es wieder zum Laufen zu bringen. Keine Sorge...es wurde nur überholt aber nicht restauriert und so besitzt es eine wunderschöne Patina und dürfte zu 80% noch Original sein (die restlichen 20% sind im Laufe seines Lebens dazu gekommen).

    Seit dem beschäftige ich mich mit der Marke und da hat sich ordentlich was angesammelt. Mittlerweile denke ich ist mein Benjamin ein Competition Fahrzeug denn es hat die übliche große Tür (die alle Fahrzeuge beim Renneinsatz der Marke Benjamin hatten)...es besitzt einen ungewöhnlich großen Wasserkasten für den Kühler und auch ist das Differential deutlich überdimensioniert. Auch hat es nicht den üblichen Deckel hinten und weitere Dinge wie Lenkrad unterscheiden sich vom normalen Typ B.

    Im Laufe der Zeit (und auch dank auch dem Portal der Trycylecaristen) sind viele Dokumente zusammengekommen (mittlerweile steckt ein kleines Vermögen in all den Unterlagen). Es wurde also mal Zeit das alles in die richtige Reihenfolge zu bringen und das habe ich nun am gesamten Osterwochenende gemacht.

    Dabei sind über 180 Seiten (bis jetzt!) zusammen gekommen mit alten Bildern, Zeitungsberichten, Patenten, Rennlisten, Bücherverweisen usw. usw..Ich bin immer noch nicht fertig aber der Grundstock ist geschaffen. Auch habe ich endlich die richtige  Basis dafür um in den richtigen Jahre nach weiteren Dokumenten zu forschen (und habe gerade ein weiteres kleines Vermögen in alte Zeitungen gesteckt). Es fehlen auch noch viele Informationen die ich aber jetzt Stück für Stück erweitern kann.

     

    Benjamin Dokumente 1920-1927

     

    Generell ist der Plan das irgendwann in Buchform (auch wenn der Kreis der Leser ziemlich klein sein wird ) zu bringen, denn ich glaube die Marke hat es verdient nicht in Vergessenheit zu geraten.

    Maurice Jeanson, der Gründer, war ziemlich umtriebig und ich finde er hatte ein gutes Marketinggespür. Leider gab es wirtschaftlich wirklich nur  2 gute Jahre der Marke, nämlich 1922 und 1923 und auch wenn 1924 die höchste Anzahl an Bestellungen einging, so merkt man dass dieses Jahr der Anfang vom Ende war (evtl. weil man auch eigene Motoren baute).

    Also wer noch Unterlagen zur Marke hat ....darüber freue ich mich sehr und Benjamin Fahrer schicke ich gerne mal den aktuellen Stand zu.

     

  • Das würde Frank Adams gefallen

    Wir besitzen ja seit 2003 einen Vorkriegsfiat. Gebaut wurde er von einem Frank Adams in Australien in den 1920er Jahren um damit Rennen zu fahren.

    Das Auto ist gut dokumentiert und hier ist ein Bild aus Australien in dem Frank Adams in seinem Fahrzeug sitzt. fiat frank adam

    Mittlerweile ist so einiges Geld ins Fahrzeug gesteckt worden und so steht er heute (technisch) perfekt da.

    Fiat 2012

    Vintage Revival Montlhery ist ein ganz besonderer Event denn dort wird die alte Rennstrecke von 1924 mit entsprechenden Fahrzeugen gewürdigt. Ich selber war  2011 zum ersten mal dabei....damals mit Riley und Amilcar. Dieses Jahr gibt es wieder eine Veranstaltung (Danke Vincenc ) und der Fiat hat einen Startplatz.

    Wenn man sich vorstellt was es wohl für Frank Adams bedeutet hätte damals sein Fahrzeug aus Australien an die Rennstrecke bei Paris (mit ihren Steilbahnkurven) zu bringen und dort fahren zu dürfen so kommt in mir ein seltsames Gefühl auf .

    Ich bin mir sicher dass er die Rennstrecke kannte denn dort wurden diverse Rennrekorde erzielt. Dort aber selber zu fahren muss eigentlich unerreichbar gewesen sein (so wie heute auf einer Grand Prix Strecke und so ist es besonders dass vermutlich ein Traum wahr wird mal mit dem Fiat dort gewesen zu sein.....nicht er hatte leider diese Gelegenheit aber ich werde an ihn denken wenn ich dort fahre.

  • Künstliche: Bilder vom Fiat

    Oldtimer

    Oldtimer

    Oldtimer

  • Inszenierung

    Meist reicht ein schönes Auto schon um ein tolles Foto zu machen.

    Allerdings ein großartiger Hintergrund kann das Bild noch perfekter machen wie man an diesem Foto (mit einem Amilcar CGSs von 1927) sehen kann.

    Amilcar CGSs Bordino 1927 ( Fr ) quelle:http://www.flickr.com/photos/vintage-revival/6833082846/

    Wenn es nicht gerade schneit und Ihr ein schönes Bild habt (und Zeit am Osterwochenende sollte auch genug da sein)....einfach schicken und ich werde es veröffentlichen.

  • Indianapolis Speedway Classic 1927

  • Miller und seine Kunstwerke

    Auf dem Flickr Account von DmentD ist das Bild dieses Cooper Miller Indy Racer von 1927 zu finden.

    Miller
    quelle:http://www.flickr.com/photos/dmentd1/6360875427/sizes/m/in/


    Der Motor von Miller ist ein wahres Kunstwerk!

    und über Cooper gibt es einen wirklich schönen Blog auf Auto Racing Legends

  • Rennfahren war gefährlich

    Ich lese gerade ein Buch (wirklich lesenswert.....über das schreibe ich noch!) über die Zeit des Rennfahrens in den 1920er Jahren und auf jeder Seite kommt mindestens ein Rennfahrer ums Leben. Die Rennstrecken und Straßen waren schlecht und auch das Material konnte einem einen Streich spielen.

    Ich habe beim Recherchieren dieses Bild entdeckt...


    quelle:http://www.formel1.de:8080/forum/viewtopic.php?f=63&t=1026&start=45

    ....es zeigt Paul Reich auf einem Pluto (Lizenzprodukt von Amilcar) beim Nauburg Bergrennen von 1927. Es ging wohl ....obwohl es anders aussieht....glimpflich ab und beide Insassen haben den Unfall überlebt.

     

     

  • Einen Tag in Berlin 1927

    Kasi hat meinen Blog von letzter Woche über das Autofahren in den 30er Jahren gesehen und mir einen Link zu einem Film von 1927 geschickt. Zu sehen ist dort ein Tag in Berlin 1927und neben den vielen alten Autos kann man das Leben im Jahre 1927 in Deutschland ein wenig miterleben.

    Ein bißchen Zeit solltet Ihr aber mitbringen denn er dauert über 1 Stunde (also nichts für die ganze Mittagspause)

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